filme 0-9 a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z     

Die Passion der Jungfrau von Orléans

(Frankreich 1928; Regie: Carl Theodor Dreyer)

Endlich verfügbar!

foto: © studio canal
Welches künstlerische Potential der Stummfilm bot, weiß erst, wer Carl Theodor Dreyers "Die Passion der Jungfrau von Orléans" gesehen hat. Im Ausreizen filmischer Möglichkeiten ist dieses Werk Klassikern wie "Panzerkreuzer Potemkin" oder "Sunrise" auf jeden Fall ebenbürtig. Seit dem 16. Februar 2012 anlässlich des 600. Geburtstages von Jeanne d′Arc, ist in der Reihe Arthaus Premium endlich eine deutsche DVD-Ausgabe dieses Meilensteins der Filmgeschichte verfügbar.

Zum Film:
Dreyers Film beginnt mit einer dokumentarischen Einleitung. Dem Zuschauer werden die Akten des Prozesses gezeigt, der auf Betreiben der Engländer 1431 in Rouen gegen die gefangene Jeanne d′Arc geführt wurde. In diesen Akten sei die wahre Jeanne d′Arc zu entdecken, verkündet eine Texttafel, nicht als Kämpferin mit Helm und Rüstung, sondern einfach und menschlich. Fast drei Viertel des Films zeigen die Befragung Jeanne d′Arcs durch ihre Richter. Im letzten Viertel beschleunigt sich die Handlung, um mit Jeannes Feuertod und der gleichzeitigen Niederschlagung eines Volksaufstandes seinen Höhepunkt und Abschluss zu finden.

Der Film ist einer strengen Authentizität verpflichtet. Die Texte der Zwischentitel sind wörtlich den Prozessakten entnommen und die Kostüme sind so echt wie möglich. Und doch verzichtet der Film auf jegliches Kolorit eines Historienfilms. Mit strenger Askese beschränkt Dreyer sich auf sein einziges Thema: Er führt das Mädchen Jeanne in all seiner Angst und Hoffnung, in seiner Seelenpein und Verzweiflung vor. Und er zeigt, wie Jeanne in ihrem Leiden und durch ihr Leiden inneren Frieden und Größe findet, und zwar in dem Augenblick als sie ihr Schicksal, ihren Tod akzeptiert. Der Film hat damit ein explizit religiöses Thema und Dreyer nimmt diese Religiosität ernst, absolut ernst. Trotz aller Eindringlichkeit der Darstellung gelingt es ihm aber, falsches Pathos und Sentimentalität zu vermeiden. Und trotz aller Religiosität ist die "Passion der Jungfrau von Orléans" kein frömmelnder Film, sondern ein Film über die leidende menschliche Kreatur, die in ihrem Leiden und in ihrer Erniedrigung eine menschliche Größe gewinnt, die sie letztlich über ihre Peiniger siegen lässt.

Dreyer erreicht diese Wirkung durch die radikale Art seiner Darstellung. Sein bevorzugtes Mittel ist die Großaufnahme menschlicher Gesichter. "Nichts in der Welt ist dem menschlichen Gesicht vergleichbar", sagt Dreyer. "Es ist ein Land, das zu erforschen man niemals müde wird." Die Kamera zeigt ungeschminkte Gesichter, die oftmals den ganzen Bildschirm ausfüllen. Nicht selten sind es gar nur Augen oder nur Münder, die im Bild zu sehen sind. Doch werden auf diese Weise äußerst eindringlich die Gefühle und Gedanken der Menschen vermittelt, paradoxer Weise sogar eindringlicher als es durch den Ton geschehen könnte. Dreyer suchte seine Darsteller nach ihren Gesichtern aus, er wollte jeweils das Gesicht, das einer Rolle voll und ganz entsprach. So fand er auf einer Boulevardbühne in Paris, die völlig unbekannte Maria Falconetti, die für ihn die ideale Verkörperung Jeanne d′Arcs war. Es sollte dies die einzige Filmrolle Falconettis bleiben.

Noch etwas wird durch diese Art der Darstellung erreicht: Es wird jegliche Distanz übersprungen. Wir schauen nicht einem historischen Prozess zu, wir befinden uns mitten drinnen. Dies wird dadurch verstärkt, dass es im ganzen Film, so gut wie keine Totalen gibt. Wir sehen nie die handelnden Personen im räumlichen Zusammenhang, sondern die Personen rücken uns ganz nahe. Und nicht selten entsteht der Eindruck, sie würden gleichsam von allen Seiten auf uns eindringen. Wir sehen in rascher Folge die Gesichter der Theologen, lauernd, höhnisch, drohend, wie sie erwarten, dass Jeanne eine falsche Antwort gibt, sich in den Fallstricken ihrer scholastischen Absurditäten verfängt. Und wir sehen Jeanne, ihre großen Augen, die angstvoll aufgerissen sind oder ihre stumme Qual. Die innersten Regungen der Personen werden mit ihrer Mimik und Gestik vermittelt. Es ist diese Art der Darstellung Dreyers, ein Stil, den nach ihm niemand mehr mit solcher Konsequenz verwirklichte, was dem Film seine Unverwechselbarkeit verleiht. Dieser Film wirkt wie ein historisches Dokument aus einer Epoche, in der das Kino noch nicht existierte, sagte Jean Cocteau.

Die Richter werden meist in Untersicht gefilmt und gewinnen so zusätzliche Bedrohung, etwa in einer Szene, wo wir Gesicht für Gesicht eine Reihe von Richtern sehen, die sich etwas zuflüstern, eine Szene die gegengeschnitten wird mit Jeannes angstvollen Blicken. Jeanne wird häufig von oben gesehen oder mit schief geneigtem Kopf. Sie ist das Opfer, das einer erdrückenden Übermacht intriganter Theologen gegenübersteht. Es gelingt Dreyer diesen Gegensatz ganz deutlich zu vermitteln: Auf der einen Seite die Ankläger, denen es bei aller vorgeblichen Frömmigkeit und Kirchentreue doch nur um eine Frage der Macht geht. Wir sehen ihre lauernden Blicke und erahnen ihre ständigen Hintergedanken. Auf der anderen Seite Jeanne, deren Person jederzeit absolut aufrichtig wirkt. Sie glaubt, was sie sagt und sie sagt, was sie glaubt. Bei der Befragung wird ihre Gewissennot deutlich. Ob sie sicher glaubt im Stand der Gnade zu sein und die Kirche zu ihrer Erlösung nicht zu brauchen, lautet eine Frage. Ob sie so wie Jesus der Sohn, die Tochter Gottes sei, lautet eine andere. Und von der Beantwortung dieser Fragen hängt ihr Leben ab. Doch nie versucht sie zu taktieren. Und so bejaht sie: ja sie ist die Tochter Gottes. Sie bleibt gegenüber allen Drohungen standhaft, auch als man sie in die Folterkammer führt und als man ihr die Hostie verweigert, was für sie schlimmer als Folter ist. Auf die Drohung, sie werde in der Ewigkeit allein bleiben antwortet sie: Ja, alleine … alleine mit Gott".

Die Formulierung "Tochter Gottes" ist programmatisch für den Film. Dreyer baut eine Vielzahl von Parallelen zu Christus ein. Sie steht vor einem Scheingericht wie Jesus und sie weigert sich allen Qualen zum Trotz, ihren Anspruch aufzugeben, genauso wie Jesus. In den Prozesspausen wird sie von den Wächtern verspottet und diese setzen ihr eine geflochtene Krone auf und drücken ihr ein Quasi-Szepter in die Hand. Und immer wieder filmt die Kamera sie mit leicht schief geneigtem Kopf, so wie Christus in Kreuzigungsdarstellungen erscheint.

Noch einmal baut Dreyer ein retardierendes Moment ein, nur um die Unbedingtheit Jeannes anschließend um so deutlicher herauszuheben. Aus Angst vor dem Feuertod unterschreibt sie endlich das gewünschte Dokument und rettet damit ihr Leben. Sie tut dies nicht aus Überzeugung sondern fast wie schlafwandlerisch und bei der Unterschrift wird ihr von einem Priester die Hand geführt. In der gleichen träumerischen Haltung bleibt sie sitzen, während man ihr die Haare schert, bis sie plötzlich nochmals nach den Richtern verlangt, um ihre Unterschrift zu widerrufen. "Ich habe Gott verleugnet, um mein Leben zu retten". Jetzt aber hat sie ihre Entscheidung getroffen. Sie akzeptiert ihren Tod. Ein junger Priester, der einzige, der ihr wohlgesonnen war, fragt sie, was jetzt der große Sieg sei von dem sie gesprochen hatte, und sie antwortet: "Mein Martyrium". Ihr Tod, ihr Selbstopfer, das ist ihr Sieg. Bei der Verbrennung auf dem Scheiterhaufen zieht Dreyer nochmals ganz deutlich die Parallele zu Christus. Am Pfahl, an den sie angebunden wird, ist oben eine Inschrift angebracht und als sie festgebunden ist und das Feuer zu brennen beginnt, fragt sie "Werde ich heute Abend bei dir im Paradies sein?" Vor dem Scheiterhaufen hat sich eine Menge Volk versammelt und schaut ihrer Todesagonie zu. Jeanne stirbt mit dem Ruf "Jesus!". Und aus der Menge des Volkes ertönt der Ruf: "Ihr habt eine Heilige verbrannt". Der Aufstand, der damit beginnt, wird von den Engländern grausam niedergeknüppelt und kostet viele Menschen das Leben.

Dreyer verzichtet in seinem Film auf viele Möglichkeiten, die der Stoff geboten hätte, und die von späteren Versionen auch ausgiebig genutzt wurden. Es gibt keine Schlachten zu sehen, keine Jeanne d′Arc, die dem französischen Heer voran zieht, es gibt keine Engelserscheinungen in der Zelle und auch keine patriotischen Töne bei der Verfilmung der Nationalheiligen, was das zeitgenössische französische Publikum enttäuschte. Doch gerade durch diese Selbstbeschränkung gewinnt der Film seine Intensität. Obwohl der Film sich streng an die historischen Fakten hält, weist er durch die strikte Konzentration auf die angeklagte Jeanne über ein spezielles historisches Ereignis hinaus und Jeanne wird so zum Archetyp der hingerichteten Unschuld schlechthin, die durch ihre Aufrichtigkeit im Angesicht des Todes ihre Henker desavouiert.

Zur DVD:
Die Arthaus Premium Edition von Studio Canal umfasst zwei DVDs und ein 16seitiges Booklet. Der Film ist mit 97 Minuten um fast 15 Minuten länger als die Fassung der Criterion-Collection. Dieser Zuwachs ergibt sich jedoch daraus, dass der Film mit 20 Bildern pro Sekunde abgespielt wird, statt mit 24 Bildern wie bei der Criterion-Ausgabe. Bei dieser langsameren Geschwindigkeit, die auch bei Kinovorführungen, z.B. im Filmmuseum München verwendet wird, wirken die Bewegungsabläufe allerdings natürlicher. Die originalen Zwischentitel in Französisch werden deutsch untertitelt. Die Arthaus Premium Edition enthält eine neu eingespielte Klaviermusik von Joachim Bärenz, die weit weniger pathetisch wirkt als das Oratorium "Voices of light" von Richard Einhorn, das die Criterion Edition verwendet. Auf der zweiten DVD bietet Arthaus ein umfangreiches Bonusmaterial: Die Dokumentation "Carl Theodor Dreyer - Mein Metier", ein Interview mit Helene Falconetti, der Tochter der Hauptdarstellerin, und die Dokumentation "Wer war Johanna von Orléans".

Siegfried König

Benotung des Films: (10/10)
Benotung der DVD: (9/10)


Die Passion der Jungfrau von Orléans
OT: La Passion de Jeanne d′Arc
Frankreich 1928 - 97 min.
Regie: Carl Theodor Dreyer - Drehbuch: Joseph Delteil, Carl Theodor Dreyer - Kamera: Rudolph Maté - Schnitt: Marguerite Beaugé, Carl Theodor Dreyer - Musik: (Neueinspielung) Joachim Bärenz - Verleih: Studio Canal - Besetzung: Maria Falconetti, Eugene Silvain, André Berley, Maurice Schutz, Antonin Artaud, Michel Simon, Jean d′Yd
DVD-Start (D): 16.02.2012

IMDB-Link: http://www.imdb.com/title/tt0019254/

Details zur DVD:
Bild: 1,33:1 - Sprache: DD 2.0 Stereo - Untertitel: Deutsch - Extras: Dokumentation "Wer war Johanna von Orleans?" (94 Min.), Dokumentation "Carl Th. Dreyer: My Métier" (93 Min.), Interviews - FSK: ab 12 Jahren - Verleih: Studio Canal

Artikel teilen:          


Kommentare


Einträge: 0
im kino:aktuelldemnächst
Zurzeit keine Einträge
auf dvd:aktuelldemnächst
Zurzeit keine Einträge
dvd/bluray-start: 23.06.2017

Personal Shopper

(FR, DE 2016; Olivier Assayas)
Unsichtbare Präsenz von Wolfgang Nierlin

Pet

(USA/ES 2016; Carles Torrens)
Eingesperrt und an der Nase herumgeführt oder: die ewige Frage, wer wessen Haustier ist von Nicolai Bühnemann
dvd-start: 23.06.2017

Die Hände meiner Mutter

(DE 2016; Florian Eichinger)
Zum Sprechen finden von Wolfgang Nierlin
dvd-start: 26.05.2017

Dieses Sommergefühl

(F/D 2016; Mikhaël Hers)
Media vita in morte sumus von Ulrich Kriest

Dieses Sommergefühl

(FR, DE 2016; Mikhaël Hers)
Die Leere nach dem Tod von Wolfgang Nierlin
dvd/bluray-start: 19.05.2017

Humanoid

(USA 2016; Joey Curtis)
Endlose Schlachten im ewigen Eis von Nicolai Bühnemann
bluray-start: 19.05.2017

Kein Platz für wilde Tiere / Serengeti darf nicht sterben

(D 1956; Bernhard Grzimek, Michael Grzimek / Bernhard Grzimek)
Afrikabilder von Nicolai Bühnemann
dvd/bluray-start: 28.04.2017

Battle Royale (WA)

(J 2000; Kinji Fukasaku)
Nepper, Schlepper, Kinderfänger von Nicolai Bühnemann
dvd/bluray-start: 21.04.2017

Nacktbaden - Manche bräunen, andere brennen

(GR/DE 2016; Argyris Papadimitropoulos)
Tragödie eines lächerlichen Mannes von Wolfgang Nierlin

Nacktbaden - Manche bräunen, andere brennen

(GR/D 2016; Argyris Papadimitropoulos)
Fehlgeleitete Besessenheit im Partyparadies von Nicolai Bühnemann

Spring Awakening

(GR 2015; Constantine Giannaris)
Fotoalbum der Rebellion von Nicolai Bühnemann

The Runaround - Die Nachtschwärmer

(USA 2017; Gavin Wiesen)
L.A. mit Eigenleben von Nicolai Bühnemann
dvd/bluray-start: 28.03.2017

Ich, Daniel Blake

(GB/F/BEL 2016; Ken Loach)
Im Einhornland von Jürgen Kiontke

kurzkritiken

Life

(USA 2016; Daniel Espinosa)

Schwerelos schwebender Socken-Schocker

von Drehli Robnik

A United Kingdom

(USA, GB 2016; Amma Asante)

Gerührt und verführt zur Gleichheit

von Drehli Robnik

9 Songs

(GB 2004; Michael Winterbottom)

Sex. Sex. Sex.

von Dietrich Kuhlbrodt

ältere filme

Kein Platz für wilde Tiere / Serengeti darf nicht sterben

(D 1956; Bernhard Grzimek, Michael Grzimek / Bernhard Grzimek)

Afrikabilder

von Nicolai Bühnemann

Gerhard Richter Painting

(D 2011; Corinna Belz)

Grauer Star

von Ricardo Brunn

Mauerpark

(D 2011; Dennis Karsten)

Berlin, du bist so wunderbar

von Ricardo Brunn

bücher

Wim Wenders: Die Pixel des Paul Cézanne und andere Blicke auf Künstler

Filmemacher Wim Wenders wird siebzig und veröffentlicht eine neue Textsammlung

von Wolfgang Nierlin

Matthias Wannhoff: Unmögliche Lektüren. Zur Rolle der Medientechnik in den Filmen Michael Hanekes

Denken wie Film

von Lukas Schmutzer

Robert Warshow: Die unmittelbare Erfahrung

Warshow ist im Kino

von Sven Jachmann

interviews

"Es ist schwerer geworden die inneren Konflikte der Menschen abzubilden"

Ein Gespräch mit dem Dokumentarfilmregisseur Andreas Voigt

von Ricardo Brunn

"Der europäische Film ist online nicht sichtbar"

Dr. Christian Bräuer, Geschäftsführer der Yorck-Kino GmbH, im Gespräch über den deutschen Kinomarkt

von Ricardo Brunn

"Extreme Charaktere in einem extremen Raum"

Im Gespräch mit Nikias Chryssos über seinen Film "Der Bunker"

von Wolfgang Nierlin

texte

Das Kino Matías Pinieros

Shakespeares Frauen zwischen Buenos Aires und New York

von Nicolai Bühnemann

Gewinnspiel

2 DVDs von "Die Hände meiner Mutter" zu gewinnen

Die "Children of the Corn"-Reihe

Von christlichem Fundamentalismus zu Gottes Rache

von Nicolai Bühnemann

comics

Frontbericht

Die Graphic Novel "Die Präsidentin" beschreibt die ersten 100 Tage unter Marine Le Pen

von Sven Jachmann

Wiedersehen mit einem Klassiker

Will Eisners Comic-Monument "Ein Vertrag mit Gott"

von Sven Jachmann

Der Blick im Rückspiegel

Zum Comic "Ein diabolischer Sommer"

von Johannes Binotto

kolumne

Magische Momente #38

Ma l′amor mio non muore (Aber meine Liebe stirbt nicht)

von Klaus Kreimeier

Angewandte Filmkritik

Episoden 1-16

von Jürgen Kiontke

Magische Momente #37

Tagebuch einer Verlorenen

von Klaus Kreimeier

neuste kommentare

findus schrieb am 1.5.2017 zu Now Is Good - Jeder Moment zählt

man möchte nicht dass der abspann zu ende geht

Ove schrieb am 30.3.2017 zu Ein Mann namens Ove

Die Kritik trifft genau den Kern! Der Film ist total vorhersehbar und in seinem Anspruch so 08/15, dass auch gut ein Tatort draus hätte werden können. Dass sowas für den Oscar nominiert wurde ist unbegre...

Ricardo Brunn schrieb am 24.3.2017 zu Affenkönig

Hallo Tom, danke für deinen Kommentar, aber was genau ist damit gemeint? Wie verhält sich das zur Kritik von Julia Olbrich?