Die „Children of the Corn“-Reihe

Von christlichem Fundamentalismus zu Gottes Rache
von Nicolai Bühnemann

Eine These von mir zu Literaturverfilmungen lautet, dass es zwar einfach ist aus Büchern, die wahrscheinlich aus Gründen kein Mensch kennt, große Film zu machen, aber ziemlich schwer, große Literatur angemessen zu verfilmen. Ein Autor, mit dem sich der letzte Teil dieser These zur Genüge belegen lässt, ist Stephen King.

Das Kino Matías Pinieros

Shakespeares Frauen zwischen Buenos Aires und New York
von Nicolai Bühnemann

Am Anfang - Mitte der Nuller - Jahre wollte Matías Piñeiro, 1982 ín Buenos Aires geboren und an der dortigen Universidad del Cine ausgebildet, eigentlich einen Kurzfilm drehen. Bei der Arbeit dazu stellte er beim Noten machen mit einem befreundeten Filmemacher fest, dass seine Ideen genug Material für einen Langfilm boten. Aus Kostengründen auf 16mm und ...

Tief im Westen tanzt der Kongress

Notizen zu Film & Musik
von Ulrich Kriest

Schwarz-weiße Bilder. Ein Musikvideo. Der Name der Band: Stabil Elite. Der Name des Songs: „Spumante“. Was macht denn Bibiana Beglau in Athen? Offensichtlich ziemlich genervt und zudem noch im schweren dunklen Wollmantel und groß dimensionierter Sonnenbrille unpassend gekleidet und mit falschem Schuhwerk ausgestattet, erklimmt sie die von Touristen okkupierte Baustelle namens Akropolis...

Society Yuzna

Arschgesichter, Disneykinder und poetische Überschüsse – Die Filme von Brian Yuzna und Stuart Gordon

Ein Dossier, sechs Verbeugungen
von Nicolai Bühnemann, Jochen Werner, Lukas Foerster

Was Brian Yuzna und Stuart Gordon mit den Heroen des internationalen Horror- und Splatterkinos, mit Wes Craven, John Carpenter, George A. Romero und David Cronenberg, aber auch mit Dario Argento oder Lucio Fulci, verbindet, ist dass das Genre, vielleicht genauer: das sinistre Welt- und Menschenbild des Exploitationfilms, für sie nur Mittel zum Zweck ist, gewissermaßen das Material, das ihnen dazu dient, eine ganz eigene Vision vom Menschen und der Welt, die er für sich erschaffen hat, zu verwirklichen.

Die Frau im Spiegel

Ein Versuch über Douglas Sirk anlässlich der Gesamtretrospektive im Zeughauskino
von Nicolai Bühnemann

Am Ende landet die Liebe ziemlich buchstäblich im Müll. Und für den Mann, der die femme fatale zunächst geküsst, später erdolcht hat, weil er sich der Besessenheit für sie, die seine ganze Existenz zu durchdringen, zu verderben schien, nur so meinte entledigen zu können, gibt es nicht mal einen Abgang in Würde...