Sühne

(SU 1926; Regie: Lev Kuleshov)

Im Goldrausch
von Christian Kaiser

Am Klondike River in Yukon kam es in den 1890er-Jahren zum sogenannten Goldrausch, der – etwa titelgebend bei Charles Chaplin – fortan zum Fundus der populären Kultur gehören sollte: Von …

Über die Unendlichkeit

(SE/DE/NO 2019; Regie: Roy Andersson)

Graue Menschen in grauer Welt
von Wolfgang Nierlin

Wie die vielen einzelnen Lichtpünktchen, aus denen sich der Filmtitel „Über die Unendlichkeit“ zusammensetzt, so ist auch Roy Anderssons neuer Film selbst aus lauter kurzen Episoden komponiert. In sich abgeschlossen …

I, Tonya

(USA 2017; Regie: Craig Gillespie)

Der dreifache Axel unter den Biopics
von Drehli Robnik

Der alte Hofrat Deleuze meinte einmal, Filme hätten ein Bewegungsdiagramm, das ihr Konzept zum Bild macht: etwa die Spirale in „Vertigo“. Im Eiskunstlauf-Biopic „I, Tonya“ ist es die Zeitlupenpirouette. Tonya …

Die Bombe

Immer dieses Uran!
von Sven Jachmann

Im Kinofilm hat die Atombombe thematisch seit den Fünfzigern ihren festen Platz. Im zweiten großen künstlerisch-visuellen Medium des 20. Jahrhunderts, dem Comic, ist sie eine unsichtbare Macht, die postapokalyptische Landschaften, …

The Professional(s)

Eine Retrospektive mit den Filmen Michael Manns im Berliner Kino Arsenal
von Nicolai Bühnemann

Eine Szene aus „Miami Vice“ (Michael Mann, 2006), die mich seit ich den Film vor vierzehn Jahren im Kino zum ersten Mal sah, nicht mehr richtig losgelassen hat: Gegen Ende …

T

(USA 2020; Regie: Keisha Rae Witherspoon)

Innere Realität schafft äußere Form
von Hannes Wesselkämper

Um einen geliebten Menschen zu trauern, mag zunächst als innerlicher Prozess erscheinen, eine Aushandlung des Verlustes mit sich selbst. Den Verlust nach außen zu kehren und in Gemeinschaft zu trauern, …

Sibyl – Therapie zwecklos

(FR/BE 2019; Regie: Justine Triet)

Im Dickicht der Fiktionen
von Wolfgang Nierlin

Während Sibyl (Virginie Efira) in einem Restaurant den wortreichen Erklärungen ihres Verlegers zuhört, gleiten auf einem schmalen Förderband in einer Endlosschleife fortwährend Schälchen mit verschiedenen Essensangeboten an ihnen vorüber. Der …

Nicht eine afroamerikanische (Film)Kultur, sondern viele Teil 6

New Jack City (Mario Van Peebles, 1991)
von Nicolai Bühnemann

Diesen Film, der nicht in der Reihe Black Light im Arsenal zu sehen war, trotzdem in meine Notizen zu selbiger aufzunehmen, ist keine willkürliche Entscheidung. Bei seiner Einführung in Melvin …

Holocaust

(USA 1978; Regie: Marvin J. Chomsky)

Kurzfristig erschüttert
von Jonas Engelmann

Eine Rekonstruktion der Debatte nach der Erstaustrahlung der Serie "Holocaust" im Jahr 1979

Gevatter

Im Angesicht des Todes
von Sven Jachmann

„Eigentlich kann jeder Krebs kriegen.“ Mit diesem Satz beantwortet Tims Mutter, eine Ärztin, mit medizinischer Sachlichkeit die Frage des vielleicht fünfjährigen Jungen, was denn Krebs sei. Es sind Sätze wie …

Nicht eine afroamerikanische (Film)Kultur, sondern viele Teil 5

"Killer of Sheep" (Charles Burnett, 1977), "Orfeu Negro" (Marcel Camus, 1959)
von Nicolai Bühnemann

Zum ersten Film des Abends, der der letzte sein sollte, den ich im Arsenal bei der Reihe „Black Light“ verbrachte, gab es eine Einführung von Kurator Craig de Cuir Jr. …

Fante Bukowski

Ein Leben, das Feuer gleicht
von Sven Jachmann

Männliche Kotzbrocken mit gänzlich uncharismatischem Außenseiter-Profil, die im Erzählbogen keinerlei Entwicklung durchlaufen, besitzen im nordamerikanischen Comic eine recht skurrile Tradition. „Wilson“, dem Misanthropen aus Daniel Clowes’ gleichnamigem Comic, möchte man …