Zum Tod von Harun Farocki

Sich treu bleiben, indem man sich verändert
von Ulrich Kriest

„Qui est Farocki?“, fragten die Cahiers du cinéma 1981, als Harun Farocki gerade mit dem Spielfilm „Zwischen zwei Kriegen“ auch international reüssiert hatte. Damals umfasste seine Filmographie, die 1966 mit zwei Kurzfilmen fürs Fernsehen beginnt, bereits 40 Titel. Der Filmhistoriker Thomas Elsaesser hat sich einmal erinnert, dass er Farocki in einem Vortrag 1983 noch als "Westdeutschlands bekanntesten unbekannten Filmemacher“ vorgestellt habe...

(Un)verkäufliche Symbolik

Über zweieinhalb Minuten Ophüls
von Janis El-Bira

Die Anfangsszene von Max Ophüls’ „Madame de...“ (1953) ist in ihrer Art nicht zu übertreffen. Vor allem jedoch ist ihre Prämisse nur filmisch einlösbar...

„Give me some rope I’m coming loose…“

Über den „Cliffhanger“ im wörtlichen Sinne
von Lukas Schmutzer

Im Kindesalter schürfte mir diese Szene einen nachhaltigen Schock ein: Ein als Bergretter auftretender Sylvester Stallone baumelt da an einem Drahtseil zwischen den Felsen einer berauschenden Landschaft in schwindelerregender Höhe. Nur noch an seiner Hand hängt die Freundin seines besten Freundes, die aufgrund eines hanebüchenen Materialfehlers droht, in die Tiefe zu stürzen...

„Ich bin der absolute Mittelpunkt“

Werner Herzog erhält den Deutschen Filmpreis
von Alexander Lohninger

Am 26. April 2013 wurde Werner Herzog mit dem Deutschen Filmpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Über den Stellenwert eines egozentrischen Sonderlings und seinen Beitrag zum europäischen Gegenwartskino.

Horrorbürokraten

Der Zensurfall "Texas Chainsaw Massacre"
von Sven Jachmann

Der filmhistorisch längst kanonisierte, in Deutschland aber bislang verbotene Klassiker "Texas Chainsaw Massacre" wurde in erster Instanz von seinem Schmuddelimage befreit...