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Angewandte Filmkritik

Jürgen Kiontke

Episoden 1-15


Aus: "Der Stadtneurotiker" (© MGM)


Angewandte Filmkritik #15: M.

Filmkritiker: Wie lang soll meine Kolumne sein?
Redakteurin: Kurz. Gruß M.
Eine Unterschrift wie ein Film über Serienmord.


Angewandte Filmkritik #14: Schwarz

Mancher Filmtitel gibt Anlass, sich zu wundern. Zum Beispiel, ob der Dokumentarfilm über den für seine Israel-Statements kritisierte Jean Ziegler wirklich "Optimismus des Willens" heißen muss. "Triumph des Willens", wo die ganze Willensbildung des Film- oder Sonstwastitelns herkommt, war Leni Riefenstahls Olympiafilm.

Mancher Filmtitel gibt Anlass, sich zu wundern. Zum Beispiel, wie die deutsche Version eines französischen Streifens lautet. Das Werk mit dem Titel "Bienvenue à Marly-Gomont" über einen Mediziner aus dem Kongo, der in den siebziger Jahren in einem französischen Dorf, wo man Leute wie ihn noch nicht gesehen hat, eine Praxis übernimmt, heißt hierzulande: "Ein Dorf sieht schwarz".

Geht′s noch schöner? Ja. Und da wären wir inhaltlich sogar wieder irgendwie ein bisschen beim ersten Beispiel: "Kinostart: 20. April 2017", teilt der Verleih mit. Wir wollen optimistisch sein: Dieses Jahr sehen wir schwarz an Führers Geburtstag.


Angewandte Filmkritik #13: Kinoschnupfen

- Die Berlinale ist toll.
- Ja. Wenn nur die Filme nicht wären.

Diesen Dialog hab ich dieses Jahr mal wieder bei der Berlinale gehört. Das größte Filmfest der Welt ist für seine Insassen oft Schwerstarbeit. Zum Beispiel für die Filmkritiker: Manche schauen sechs Filme am Tag, viele kommen krank zum Job, insbesondere die Berliner. Denn die beginnen schon Anfang Januar mit den Vorsichtungen. Oftmals haben sie schon 50 Schinken gesehen, bevor das eigentliche Festival losgeht. Die Toiletten in den Festivalkinos zählen zu den interessantesten Biohabitaten der Welt, wen wundert es, dass die Leute zum Festivalbeginn genug Bazillen akkumuliert haben, um eine respektable Erkältung ihr eigen zu nennen?

Eine perfekte Bühne für die erlangten Fähigkeiten bietet - natürlich das Kino: die Wettbewerbsvorführungen für Fachbesucher. Sie finden ab 9 Uhr morgens statt, oft sitzen an die 1500 Menschen im engen Festivalpalast.
Zu Beginn eines jeden Films wird der Berlinale-Spot gezeigt, der dringend mal neu gedreht werden müsste. Seit zig Jahren läuft der gleiche, und man träumt schon von dem Ding mit seinem futuristischen Score.
Wenn der einminütige Film vorüber ist, sollte eigentlich der Wettbewerbsbeitrag starten, was sich aber zuweilen aus technischen Gründen verzögert. Anlass für ein Konzert der besonderen Art: Erst niest einer vorn links, von oben folgt ein Husten. Hier noch ein Schnupfer, dort ein Räuspern. Immer mehr Kranke fallen ein, und ein vielstimmiger Chor ergeht sich in einer grandiosen Aufführung. Wenn jetzt der Film immer noch nicht angefangen hat, gibt es Applaus für jede einzelne Performance.

"Mensch, das ist doch total ungesund, dauernd im Kino, und dann um die Jahreszeit!", schimpfte mich einmal die Hausärztin aus, als ich schniefend vor ihr saß, um Rat fragend, wie ich meine Berufskrankheit Kinoschnupfen am besten bekämpfen könne. Nichts desto trotz wollte sie sich schleunigst anstecken, gern mit prominenten Viren: "Können Sie mir ein paar Karten für die Premiere des neuen Films von George Clooney besorgen?"


Angewandte Filmkritik #12: Preisgeld

Zum Deutschen Kurzfilmpreis hat Tabea Rößner, die filmpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, vermeldet: "Wir gratulieren schon einmal vorab allen Nominierten. Wir freuen uns, dass auch in diesem Jahr so viele tolle Kurzfilme nominiert sind und die Szene sich künstlerisch kontinuierlich weiterentwickelt."

Bei der Auszahlung der Preisgelder gibt es allerdings was zu klären. Rößners schriftliche Anfrage ergab, dass es bereits sechs Fälle gab, in denen Preisträger das ihnen verliehene Preisgeld nicht oder nicht vollständig abgerufen haben. In manchen Jahren nur kleine Beträge, im Jahr 2010 aber auch mal 30.000 Euro. Mit dem Preisgeld sollen eigentlich Folgeprojekte innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren finanziert werden.
Die Kulturstaatsministerin Frau Grütters weiß nicht, warum Preisgelder nicht abgerufen wurden. Auf Rößners Anfrage nicht, und auf meine auch nicht. Na, die hat ja jetzt auch mit der Berliner CDU genug zu tun. Ist aber auch nicht schlimm. Was übrigbleibt, wird woanders in die Filmförderung gesteckt.

Beim Bundesverband Deutscher Kurzfilm erzählt man, dass die Regisseure mit ihren Folgeprojekten wohl noch nicht so weit waren, in die das Preisgeld gesteckt werden soll. "Die Summen auch in die Stoff- bzw. Projektentwicklung zu investieren, ist ihnen nicht gekommen", wie Geschäftsführerin Jana Cernik mitteilt. Und sagt, dass "die Kommunikation hinsichtlich der Reinvestitionsmöglichkeiten besser sein könnte". Das wär auch mal ein schöner Kurzfilmtitel.

"Wir denken, dass man noch mehr für die gesamte Kurzfilmbranche erreichen könnte, wenn er bekannter wäre", sagt Cernik, und überlegt, "die Intensität der PR-Aktivitäten" zu verbessern.
Das ist schön, denn das heißt, dass die deutschen Kurzfilmregisseure den Deutschen Kurzfilmpreis nicht kennen. Da müssen Mauern zum Einsturz gebracht werden. Dafür gibt es ein probates Mittel: "Wir würden gerne einen Runden Tisch einberufen, um gemeinsam mit dem Bundeskulturministerium, den Kurzfilmverleihern und Festival- und Hochschulvertretern über eine Verbesserung dieses für den Kurzfilm so wichtigen Preises nachzudenken."
Der den Kurzfilmern zu unbekannt, zu kompliziert oder nicht wichtig genug ist.


Angewandte Filmkritik #11: Dienst am Film

Zu Kreuze kriechen - das man dazu zuweilen wirklich gezwungen ist, zeigt die Filmkritik, das zweitärmste unter den journalistischen Genres (das ärmste ist der Lokaljournalismus). In einem offenen Brief wendet sich der Verband der deutschen Filmkritik an Kardinal Reinhard Marx, den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz in Sachen "Filmdienst". Das ist Deutschlands älteste Filmzeitschrift, gerade fällt die Klappe. Gottesdienst statt Arbeit am Film: Das Dingen steht vor dem Aus.

Nach dem Krieg wollten sich die Kirchen in Deutschland nicht noch mal die Butter in Sachen Jugend vom Brot nehmen lassen und investierten massiv in das Kino. Auch die Protestanten verfügen daher über ein eigenes Filmmagazin: "EPD-Film". Der "Filmdienst" nun wird den Katholiken wohl zu teuer und den Lesern zu öde; das Schicksal vieler Printmagazine. Man wolle vielleicht ins Internet - mal wieder, das schnöde Controlling macht auch vor der Kirche nicht halt.

Bereits zum Juli 2016 war der freie Verkauf des "Filmdienst" eingestellt worden, was vom Kritiker-Verband als beunruhigendes Signal für die bevorstehende Entwicklung gedeutet wurde: "Gesellschaftskritische, umfassende und verantwortungsvolle Filmpublizistik befindet sich damit in gravierender Weise auf dem Rückzug. Wir appellieren an die Katholische Kirche, die Bewegtbilder nicht leichtfertig der von ökonomischen Aspekten geleiteten Filmverwertung zu überlassen und sich weiterhin engagiert, filmhistorisch und ästhetisch kompetent zu äußern."

So, Kirche. Jetzt machst du einmal was Schönes mit deinem vielen Geld und bewertest Filme weiterhin, gesellschaftskritisch bitte. Und gibst gefälligst den "Filmdienst" weiter raus! Allein schon wegen des Namens.


Angewandte Filmkritik #10: Weihnachtsfeier

(Kino, vollbesetzt mit Filmkritikern, es soll der übliche Weihnachtsblockbuster gezeigt werden)

Filmkritiker: Hey Anke, bist du nachher bei uns auf der Weihnachtsfeier?
Filmkritikerin: Es reicht doch wohl, wenn ich das ganze Jahr mit euch arbeiten muss. Da muss ich doch nicht auch noch mit euch feiern.


Angewandte Filmkritik #9: Wanderarbeit

Von Regisseuren sagt man, sie stünden zuweilen mit einem Bein im Knast, weil sie für die Finanzierung ihrer Filmprojekte schon mal Kopf und Kragen riskierten. Schauspieler unterzeichnen kurze Zeitverträge. Um den Rest des Jahres im Flur der Künstlervermittlung in der Arbeitsagentur rumzuhängen.
Statisten werden nicht reich; über die Entwicklung des Praktikums beim Film zu Zeiten des Mindestlohns werden noch Studien erwartet. Und gleich verschiedene Gewerkschaften dauerbestreiken manche Kinos wegen der Dumpinglöhne.
Nun murrt eine weitere Berufsgruppe: Die der Festivalmitarbeit. Geschätzte 400 Filmfestivals gibt es in Deutschland. "Während diese Entwicklung rasant voranschritt, blieb ein Aspekt bislang unbeachtet: Filmfestivals sind Arbeit- und Auftraggeber", schreiben die Initiatoren des Aufrufs "Festivalarbeit gerecht gestalten", zu denen Andrea Kuhn vom Menschenrechtsfilmfestival in Nürnberg und Grit Lemke vom Dokfilmfest Leipzig gehören.
In Betriebswirtschaftsdeutsch heißt es weiter: "Sie bilden mittlerweile ein eigenes, zahlenmäßig relevantes Arbeitsmarktsegment im Rahmen der Kreativwirtschaft." Die Entwicklung der vielfältigen Festivallandschaft, "deren Bedeutung innerhalb des filmwirtschaftlichen Verwertungskreislaufs auch als Standortfaktor nicht hoch genug zu schätzen ist", wäre niemals möglich gewesen "ohne die Arbeit - und vor allem Selbstausbeutung! - tausender Festivalarbeiter*innen". Festivalarbeit sei Saisonarbeit, deshalb wachse auch das Festivalnomadentum.
Nun soll gerecht und nachhaltig entlohnt werden und nicht immer nur der Werkvertrag unterschrieben. Honorarempfehlungen und Tarife müssten entwickelt und auch Fortpflanzung sowie Ableben abgesichert werden. Denn: "Ein Kind zu bekommen, krank oder gar alt zu werden, ist in unserer Branche nicht angeraten, da Mindeststandards sozialer Absicherung hier oft nicht gelten".
Standortpolitik und Wanderarbeit - auch die Beweger der bewegten Bilder sind hin- und hergerissen. Als die ersten Filmkritiken erschienen, war das "ursprünglich plebejisch-proletarische Medium der Jahrmärkte und Wanderkinos über die Destillen- und Ladenkinos der Vorstädte hinaus in die kulturellen Reservate des Bürgertums in den Zentren der Großstädte" vorgedrungen, heißt es bei dem Medienwissenschaftler Hans-Bernd Heller. Es scheint, dass die Jahrmärkte - und vor allem ihre Arbeitsbedingungen - hinterher gewandert sind.


Angewandte Filmkritik #8: Meyer, Schauspielerverband

Ein Mensch, der in seinem Beruf wahrscheinlich täglich als Experte angewandter Filmkritik gefragt sein dürfte, ist Hans-Werner Meyer, Schauspieler und Vorstandmitglied des Bundesverbands Schauspiel. Meyer hat schon in über 120 Film- und Fernsehproduktionen mitgespielt; die schön gestaltete Homepage seines Verbands ist voller wertvoller Informationen für die Klientel, die er vertritt. Vielgefragte Stichworte heißen zum Beispiel: Arbeitslos - Bewerbung - Hartz IV - Pensionskasse - Sozialer Schutz - Tarifverhandlungen.
Ich kann mir vorstellen, wie Herrn Meyers Arbeits- und Beratungspraxis aussieht. Und wie es scheint, ist er an einem Punkt angelangt, an dem man kein Drehbuch mehr für gute Sätze braucht - vor allem, wenn es um die materielle Praxis seiner Schützlinge geht.
Aus Anlass einer britischen Studie, die zu dem Ergebnis kam, dass nur wenige britische Schauspieler aus dem Arbeitermilieu kommen, wurde Meyer neulich gefragt, aus welchen Schichten die deutschen Schauspieler stammen. Meyers Antwort: "Auch wenn vielleicht grundsätzlich weniger Schauspieler aus dem Prekariat stammen, landen die meisten bedauerlicherweise doch am Ende dort."
Vielleicht sollten auch Drehbuchschreiber sich mal von Meyer beraten und Sätze diktieren lassen, damit der deutsche Film aus dem Quark kommt.


Angewandte Filmkritik #7: Im Ultraschall

Auch wenn es keine Filmkritik gäbe: Es würde Menschen geben, die von sich aus 16 Stunden am Tag im Dunkeln sitzen und anderen bei der Arbeit zuschauen. Denn: "Filmkritik ist eine Haltung", wie Frédéric Jaeger sagt. Er muss es wissen. Er ist der Chef des Verbandes der deutschen Filmkritik.
Filmkritik ist damit aber auch eine Alltagshandlung. Niemand, schon gar nicht der das Dunkle liebende Filmexperte, bleibt davon unbewertet. Ach, schnieef, das war eine Schmonzette! Das ging ganz schön an die Nieren - Aua!
Erst kürzlich hatte ich das Vergnügen, Opfer einer solchen Rezension zu werden. Der vom Schauspiel unbeeindruckte Autor schrieb nach Sichtung eines Dokumentarfilms im Ultraschall-Design über das Innenleben seines Protagonisten: "Konkrement in der oberen Kelchgruppe, 6,4 Millimeter. Wir empfehlen URS."
Echt jetzt: Keine dramaturgisch überzeugende Performance geliefert. Das Gesundheitssystem als gefürchtete Kulturinstanz. Was wir anderen antun - den Worth-, Rie- und Brüggemanns dieser Welt -, nämlich behaupten, ihre Filme seien nicht überzeugend, unsere ganzen Kritikeransprüche blabla, können wir nicht mal am eigenen Körper einlösen. Und das schlimme Schlussurteil kommt erst noch: "Äußere Genitalien unauffällig."
Eine urologische Untersuchung wie eine Rosamunde-Pilcher-Verfilmung.


Angewandte Filmkritik #6: Zahnarzt

"Die Darstellung des Zahnarztes im Film ist für den Berufsstand wenig schmeichelhaft. Das Bild ist geprägt durch ein stereotypes marktschreierisches Muster, das sich medial gut verkaufen lässt: Gewalt, Habgier und ein schräger Charakter."
(aus: Zahnärztliche Mitteilungen, Zeitschrift der Bundeszahnärztekammer)


Angewandte Filmkritik #5: Nachruf

Der Literaturkritiker Helmuth Karasek war auch Filmkritiker, ich durfte ihn sogar mal ganz nah in diesem Beruf erleben. Es war im Jahr 1998, da saß ich in der Pressevorführung des Monsterschockers "Octalus - Der Tod aus der Tiefe". Es ging um Riesenwürmer, die ein Schiff von unten anbohrten und die gesamte Besatzung auffraßen.
Es war stockdunkel im Kino, als sie dies taten. Da näherte sich von hinten ein Schatten, irgendetwas Gefährliches. Ich erschrak mich mächtig, dann sah ich: Es waren zwei Füße in Strümpfen. Ich drehte mich herum und sah, dass sich hinter mir Kollege Karasek im Sessel flätzte - Schuhe aus und die Mauken auf die Kopfstütze des Sessels neben mir drapiert. Ganz schön ungehobelt, der Kritiker! Ein Leben auf großem Fuß, sozusagen. Wo der Mensch tot ist, sagt man natürlich nichts Schlechtes nach über ihn und seine Einzelteile - sondern: Danke für den haptischen Horror aus den Tiefen des Kinos. Und so endet mein Nachruf mit dem Satz: Ruhet in Frieden, Kritikerfüße!


Angewandte Filmkritik #4: Doing Gender

Nach dem Film "Ewige Jugend"

- Sehr real.
- Geschlecht ist eine Konstruktion. Alter nicht.


Angewandte Filmkritik #3

Kinobesucherin I: Dit is der Marky Mark. Der heißt Mark Wahlberg jetze.

Kinobesucherin II: War dit nichn Nazi? Der hat doch Schwarze vaprüjelt, inner Gang…!

Kinobesucherin I: Nee, der hatte den doof anjemacht. Und sein′ Bruder wollta ooch vateidijen, der Marky Mark. Aba jetze is allit jut. Der hatte voll die Muckis, deswejen hatta ooch Unterwäsche jemodelt.


Angewandte Filmkritik #2

(Gymnasium in Deutschland, 10. Klasse)

Filmkritiker: Hallo, ich stelle heute den Beruf des Journalisten vor.

Mädchen 1: Muss ich mitschreiben?

Filmkritiker: Ja! Ich arbeite als Filmkritiker und komme übrigens grad vom Filmfest. Ich zeig euch mal einen Ausschnitt aus dem Eröffnungsfilm.

(Eine Minute Schweigen)

Mädchen 1: Denn kenn ich. Das ist der aus dem Nazifilm, der hieß… Wie hieß der noch?

Mädchen 2: "Napola". So inner Schule von der SS.

Mädchen 3: Ey, guck ma′, das ist doch der, den die Dani so krass gestalkt hat! Die hatte nachher alles von dem, Handynummer, E-Mail, Adresse...

Junge: Die ist jetzt im Krankenhaus.

Mädchen 3: Ich will auch Filmkritikerin werden! Verdient man da viel?

Ich: Geht so…

Mädchen 3: Egal, ich schaff das schon!

Mädchen 1: Vielen Dank für den Vortrag. Das war echt cool.


Angewandte Filmkritik #1

Zwei junge Frauen im Kino, vor der Pressevorführung von "Mein Herz tanzt", dem neuen Film von Eran Riklis über arabische Israelis.

Filmkritiker: Und für wen schreibt ihr?

Autorin I: Wir sind von der Bundeswehr. Die Jungs brauchen ja auch mal einen Film über eine Liebesbeziehung. Und Mädels haben wir ja auch!

Autorin II: Außerdem passt das ja wie die Faust aufs Auge - zum 50. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland.

Diese Texte sind zuerst erschienen in: Konkret

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Destruktive Selbstfindung von Wolfgang Nierlin
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Gerührt und verführt zur Gleichheit von Drehli Robnik

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Ricardo Brunn schrieb am 24.3.2017 zu Affenkönig

Hallo Tom, danke für deinen Kommentar, aber was genau ist damit gemeint? Wie verhält sich das zur Kritik von Julia Olbrich?